Zeitgeschichte
Zum Geleit für den Band 2 schrieb der 134. Eichenlaubträger Günther Rall folgendes:„Betrachtet man die Lebensläufe der Eichenlaubträger, die Peter Stockert für diesen Band zusammengetragen hat, so wird man finden, daß es den Typus des „Eichenlaubträgers“ nicht gibt!
Man findet Draufgänger und Nachdenkliche unter den Trägern dieser hohen Auszeichnung, Einzelgänger und hervorragende Truppenführer, Soldaten verschiedenster Dienstgrade und Waffengattungen, sowie Männer fast jeden Alters und jeder Herkunft vom Aristokraten bis zum Handwerker.
Das Eichenlaub zum Ritterkreuz wurde von einem Regime verliehen, das die Grundrechte missachtete, Deutschland in einen Krieg führte und große Schande über unser Volk gebracht hat. Daher müssen wir Träger dieses Ordens verstehen lernen, daß wir von nachfolgenden Generationen kritisch betrachtet werden. Aber ein Buch wie das vorliegende hätte ohnehin seinen Zweck verfehlt, würde es von seinen Lesern als platte Heldengalerie verstanden.
Ich sehe Peter Stockerts Arbeit als Einladung, sich dem Einzelnen zu widmen. Jeder der hier Portraitierten hatte eine ganz persönliche Pflichtauffassung und einen eigenen Weg zur Tapferkeit. Mancher kann auch heute noch Vorbild sein – und dies nicht nur dem Soldaten, sondern jedem, der Mut, Verantwortungsbewusstsein und Opferbereitschaft als Tugenden begreift, ohne die keine Armee, kein Staat, keine von Menschen geschaffene Organisation auf Dauer bestehen kann.“




