Die Eichenlaubträger 1940 - 1945 Band 2

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Produktinformationen "Die Eichenlaubträger 1940 - 1945 Band 2"

Der im September 2018 erschienene Band 2 kann als Standardwerk über die höchstausgezeichneten Soldaten der ehemaligen Wehrmacht gelten. Dieses Buch ist fachlich und sachlich als Hilfsquelle für wissenschaftliche Studien absolut geeignet. Beschrieben wird der Werdegang seit der Geburt, über Schule, Vorkriegsberufe, der militärische Werdegang, die Taten die zur Verleihung der hohen Auszeichnungen führten, Verbleib, Nachkriegszeit... Das Buch umfasst 716 Seiten auf Kunstdruckpapier, über 1.200 Bilder und Dokumente, Schwarz-Weiß und in Farbe, Umschlag Hardcover, Gewicht: 3,7 kg

 

Reinhard Hardegen

Reinhard Hardegen wurde am 18. März 1913 in Bremen, als Sohn eines Studienrates - der 1917 in Flandern fiel - geboren. Er wuchs in dem Hause auf, in dem auch Kapitän Paul König, der 1. Welt-kriegs-Kapitän des Handels-U-Bootes „Deutschland“, von 1924 bis 1931 bei der Familie zur Miete wohnte. König war schon vor dem 1. Weltkrieg mit der Familie befreundet und hatte zuerst bei der Großmutter von Hardegen im Haus gewohnt. Als diese ins Altersheim zog, kam er zu Ihnen. Dieser übertrug auf ihn die Liebe zum Seemannsberuf und befürwortete seinen Eintritt in die Reichsmarine. König war, bevor Amerika 1917 in den 1. Weltkrieg eintrat, mit dem Unterwasserfrachter „Deutsch-land“ zweimal mit Post und Fracht nach Amerika gefahren!

Am 1.4.1933 trat Hardegen als Seeoffizier-Anwärter in die Reichsmarine ein, erhielt bis zum 30.6.1934 seine Grundausbildung in Stralsund auf dem Dänholm und kam dann mit seiner Kadettencrew als erste auf das neue große Segelschulschiff „Gorch Fock“, benannt nach dem Schriftsteller, der am 31. Mai 1916 in der Schlacht vor dem Skagerrak mit dem Kreuzer „Wiesbaden“ unterging, und nahm ab 1. Juli 1933 auf der ersten Schulfahrt auf diesem herrlichen Schiff teil. Nach Paul Königs Tod am 8. September 1933 - er hatte es schon vorher so bestimmt - erhielt Hardegen dessen Offiziersdolch.

Ab 1.10.1933 trat Hardegen auf dem Leichten Kreuzer „Karlsruhe“ seine Kadettenweltreise an und wurde ab 28.6.1934 auf die Marineschule Mürwik kommandiert, wo der Hauptlehrgang für Fähnriche begann. Dort erfolgte am 1.7.1934 seine Ernennung zum Fähnrich z.S.. Ab 19.4. bis 30.9.1935 folgten für ihn weitere Fähnrichslehrgänge an verschiedenen Schulen und ab 1.10.1935 bis 30.9.1936 erhielt er eine Seefliegerausbildung und Ausbildung zum Beobachter und später als Flugzeugführer an den Fliegerschulen (See) in Warnemünde und Parow. Dort erfolgte am 1.4.1936 seine Beförderung zum Oberfähnrich.

Am 19. September 1936 stürzte er jedoch an Bord einer Junkers W 33 in Kiel ab, wobei die Maschine auseinanderbrach und Oberfähnrich z.S. Hardegen schwer verletzt wurde. Davon behielt er zeitlebens ein verkürztes Bein zurück und die Neigung zu Magenblutungen, die jedoch nach 1945 - aufgrund des Hungerns in den Lagern - aufhörten. Ein längerer Krankenhausaufenthalt - einschließlich REHA - in Wiesbaden waren die Folgen…

 

Hans Joachim Marseille

Hans Joachim Marseille wurde am 13. Dezember 1919 in Berlin-Charlottenburg, als Sohn des Polizeibeamten Siegfried M. und dessen Ehefrau Charlotte, geborene Riemer, geboren. Er hatte noch eine zwei Jahre ältere Schwester namens Inge und sein jüngerer Bruder Hans-Rudolf diente später in der Kriegsmarine. Nach der Scheidung der Eltern wuchs „Jochen“ - meist privat so genannt - bei der Mutter auf und sein Verhältnis zu seinem Vater blieb zeitlebens gestört. Sein Vater - 1935 als Oberst wieder in das Heer übernommen - fiel am 29. Januar 1944 bei Petrikau - als Generalmajor des Heeres - an der Ostfront einem Partisanenüberfall zum Opfer.

Nach dem Besuch der Volksschule von 1926 bis 1930, wechselte „Jochen“ auf das „Prinz-Heinrich“-Gymnasium in Berlin-Schöneberg, wo er zu Ostern 1938 das Abitur ablegte. Zu diesem Zeitpunkt war er auch Scharführer in der Marine-HJ des Gebietes Berlin.

Anschließend war der Dienst beim „Reichsarbeitsdienst“ (RAD) Pflicht und ab 4. April bis 24. Septem-ber 1938 lernte er bei der RAD-Abteilung 1/177 in Osterholz-Scharmbeck bei Bremen wie man Moor-böden entwässert. Am 7.11.1938 trat Marseille in Quedlinburg/Harz in die Luftwaffe ein, erhielt dort seine infanteristische Grundausbildung und wurde dann ab 1.3.1939 in die Schülerkompanie der Luft-kriegsschule Fürstenfeldbruck versetzt und dort am 13.3.1939 zum Fahnenjunker ernannt.

Am 1.5.1939 erfolgte seine Beförderung zum Fahnenjunker-Gefreiten und am 1.7.1939 jene zum Fahnenjunker-Unteroffizier. Am 1.11.1939 erfolgte seine Versetzung zur Jagdfliegerschule 5 nach Wien-Schwechat unter gleichzeitiger Beförderung zum Fähnrich und am 1.2.1940 erhielt er das Flug-zeugführerabzeichen. Bereits während seiner Ausbildung stellte sich sein fliegerisches Talent deutlich heraus, jedoch hatte er Probleme mit der militärischen Disziplin.

Nach abgeschlossener Ausbildung kam Fähnrich Marseille ab 18.7.1940 zur „Ergänzungsjagdgruppe Merseburg“, die auch Werkschutzflüge für die südlich gelegenen Leuna-Werke übernahm. Von hier aus erfolgte ab 10.8.1940 seine Versetzung zur I.(Jagd)/LG 2 nach Calais-Marck/Frankreich an die Kanalfront zum Fronteinsatz, wo er am 12. August eintraf. Dort wurde er dann der 1. Staffel zugeteilt und flog schon am nächsten Tag seinen ersten Fronteinsatz.

Am 24. August 1940 begann eine mehrtägige Angriffsreihe der Luftwaffenverbände, die sich gegen die Flugplätze der RAF im Südosten Englands richtete. Die I.(Jagd)/LG 2 hatte an diesem Tag drei Einsätze zur freien Jagd über Kent zu fliegen. Hierbei erzielte Fähnrich Marseille mit dem Abschuß einer „Spitfire“ seinen 1. Luftsieg….

 

Kurt-Werner Brändle

Kurt-Werner Brändle wurde am 19. Januar 1912 in Ludwigsburg/Württemberg, als Sohn eines Fein-mechanikermeisters, geboren. Nach Beendigung seiner Schulzeit erlernte Brändle das Handwerk eines chirurgischen Instrumentenmachers und arbeitete anschließend im väterlichen Betrieb. Da er bereits in jungen Jahren für alles was mit dem Fliegen zusammenhing ein starkes Interesse hatte, trat er am 10.12.1935 in die Luftwaffe ein und machte dort mehrere Übungen. Danach wandte er sich auch privat der Fliegerei zu und konnte sich selbst bald als Zivilfluglehrer betätigen.

Ehe er 1937 ins Jagdgeschwader „Horst Wessel“ einrückte, hatte er bis dahin rund 120 Flugschüler selbst ausgebildet und konnte so schon in Friedenszeiten über 6.000 Starts und etwa 8.000 Flug-stunden verzeichnen. Er kam nicht wie viele andere über den Segelflug zum Motorflug, sondern bei ihm war es umgekehrt, so daß er sich mit Begeisterung und Leidenschaft als Ausgleich zum Motorflug der Segelfliegerei hingab. Daneben huldigte er auch dem Autosport und machte viele Auslandsfahr-ten. Im Kraftwagen lernte er ganz Süddeutschland bis tief nach Tirol hinein kennen und kannte in die-ser Gegend, wie er schmunzelnd selbst bemerkte: „...jedes Städtchen und jedes gute Cafe“. Hochgebirgs- und Waffensport hatten es ihm von je angetan, insbesondere liebte er die Jagd, viel-leicht ein Grund dafür, daß er ein so guter Jagdflieger wurde.

Im Frühjahr 1937 bestand Brändle seine Meisterprüfung im Flugzeugbau, wurde im selben Jahr im Jagdgeschwader „Horst Wessel“ zum Jagdflieger ausgebildet und am 1.6.1938 zum Leutnant d.R. be-fördert. Ab 1.2.1939 versah Leutnant d.R. Brändle Dienst im Flieger-Ausbildungs-Rgt. 22, wurde am 1.6.1939 als aktiver Offizier zum Oberleutnant befördert und kam dann ab 1.9.1939 zur 4. Staffel des JG 53. ...

 

Wolfgang Schenck

Wolfgang Schenck wurde am 7. Februar 1913 in Wind-huk/Deutsch-Südwestafrika, als Sohn des Farmers Hans Sch., geboren. Seine Schulbildung erfolgte zunächst in Swakopmund und ab 1923 in Deutschland, wo Schenck von dem Bruder seiner Mutter, dem Chemiker Dr. Gustav Geffcken  auf-genommen wurde, da nach dem Tode der Mutter - während einer Europareise 1921 - die Verhältnisse auf der Farm in Bezug auf die Erziehung der Kinder zu schwierig geworden waren.

In Deutschland besuchte er dann das Realgymnasium in Krefeld und Köln-Deutz und absolvierte die Koloniale Hochschule in Witzenhausen, wo er sich 1934 das Diplom als Kolonial-Landwirt erwarb. Danach folgte ein Jahr landwirtschaftliche Praxis in Deutschland und zwei Lehrgänge auf der Schule Zeesen. Eine Tätigkeit auf der Farm seines Vaters konnte er nicht mehr aufnehmen, da diese inzwischen durch die Engländer in den Ruin getrieben worden war. Im Januar 1935 ging Schenck dennoch nach Ostafrika und war dort bis 1936 als Assistent auf der Kaffeeplantage Mrowo Estate im Distrikt Mbosi tätig, wobei er von den Eingeborenen den Spitznamen „Bombo“ erhielt.

Als 1935 die allgemeine Wehrpflicht für die deutschen Staatsangehörigen ausgerufen wurde, be-schloß er, bei dieser Gelegenheit seine fliegerische Ausbildung zu vervollkommnen, da er bereits seit seiner Studienzeit Segel- und Sportfliegerei betrieb. Am 4. Dezember 1936 trat Schenck an der Luft-kriegsschule Dresden in die Luftwaffe ein, wurde am 1.5.1937 an die Luftkriegsschule Gatow versetzt, wurde dort am 1.6.1937 zum Gefreiten befördert und am 1.12.1937 zum Fähnrich ernannt. Am 1.7.1938 erfolgte seine Versetzung zur I. Gruppe des JG „Richthofen“ nach Jüterbog-Damm und dort am 1.9.1938 seine Beförderung zum Leutnant. ...

 

Gerhard Philippczyk

Gerhard Philippczyk wurde am 9. Juli 1916 in Klein-Paniow, Kreis Rybnik/Oberschlesien, als Sohn des Bergmanns Johann Ph. und dessen Frau Marie, geboren. (Anmerkung: Erst im Dezember 1938 änderte er den Namen von Philippczyk in Hein!) 

1917 verzogen seine Eltern nach Gleiwitz-Steigern, wo er von 1923 bis 1931 die Volksschule be-suchte. Danach begann Philippczyk 1931 eine Lehre zum Reviersteiger in der Gleiwitzer-Grube, da sich sein ursprünglicher Berufswunsch – Schrift-setzer - mangels Lehrstelle nicht realisieren ließ und gehörte ab November 1931 der Hitlerjugend (HJ) an. Nach Abschluß seiner Lehre meldete er sich am 22. Mai 1933 zum Freiwilligen-Arbeitsdienst ins „Stahlhelm“ -Lager „Nicoline“ bei Schurgast, arbeitete hier bis zum 31. Mai 1934 und wurde danach zum Reichsarbeitsdienst (RAD) nach Friedland  ver-setzt. Während seiner Arbeitsdienstzeit im Arbeitsdienstlager in Friedland und bei Lamsdorf in Ober-schlesien, übernahm er als Fähnleinführer die Leitung des dortigen Jungvolkes. Da er diese Tätigkeit mit Erfolg durchführte, bat ihn 1934 seine Heimatgemeinde als Standortführer der HJ, die ehemalige „Christliche Jungschar Gleiwitz-Steigern“ zu leiten, die in die „Scharnhorst-Jugend“ des „Stahlhelm-bundes“ und dann in die HJ überführt wurde.

Kaum hatte der Reichserziehungsminister Dr. Bernhard Rust (*30.9.1883 in Hannover. 1934 bis 1945 Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung. In der Nacht vom 7. auf den 8. Mai 1945 Freitod durch Erschießen in der Gemeinde Berend/Nübel, Kreis Schleswig) das „Landjahr“ ins Leben gerufen, bewarb er sich dort und ließ sich ein Jahr lang ausbilden. Das „Landjahr“ war eine seit 1934 bestehende Einrichtung, in der städtische Jugendliche im Alter von 14 bis 25 Jahren aus den Reihen von HJ und BDM auf freiwilliger (!) Basis in Lager- und Heimgruppen zu Landhelfern auf Bauernhöfen - vor allem in der Erntezeit – ausgebildet wurden.

Ab 1.10.1936 leistete Philippczyk seine Wehrpflicht bei der 11. Kompanie des Inf.Rgt. 84 in Cosel ab, wurde 1937 Gefreiter und nahm am Einmarsch in das Sudetenland teil. Danach war sein Wehrdienst beendet und er wurde am 30.11.1938 aus dem Heeresdienst verabschiedet. Ihm schwebte eine Laufbahn im Landjahrdienst vor, gehörte aber vom 1.12.1938 bis 28.2.1939 dem Reichsarbeitsdienst im Lager Vorwalde/Emsland als Truppführer an und besuchte die RAD-Truppführerschule in Osna-brück. Während dieser Zeit - im Dezember 1938 - ließ er seinen Namen von „Philippczyk“ auf „Hein“ ändern. Ab 1.3.1939 nahm er schließlich an einer Ausbildung - des Reichserziehungsministeriums - zum Landjahr-Erzieher im Landjahr-Bewerberlager in Wismar/Mecklenburg teil und verbrachte ab April 1939 seine Praktikantenzeit auf der Landjahrführerschule Tönning im Regierungsbezirk Schleswig, wo er dann vom Staat ab 1.8.1939 als Landjahrerzieher im Range eines Gruppenführers angestellt wurde.

Bei Kriegsausbruch, am 1. September 1939, wurde Hein als Unteroffizier d.R. zum Ersatzbataillon des Inf.Rgt. 209 nach Flensburg einberufen und am 6.11. 1939 zum Inf.Rgt. 209 an den „Westwall“ in die Nähe von Trier versetzt. ...

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