Die Eichenlaubträger 1940 - 1945 Band 3

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Produktinformationen "Die Eichenlaubträger 1940 - 1945 Band 3"

Der im Sommer 2019 erschienene Band 3 kann als Standardwerk über die höchstausgezeichneten Soldaten der ehemaligen Wehrmacht gelten. Dieses Buch ist fachlich und sachlich als Hilfsquelle für wissenschaftliche Studien absolut geeignet. Beschrieben wird der Werdegang seit der Geburt, über Schule, Vorkriegsberufe, der militärische Werdegang, die Taten die zur Verleihung der hohen Auszeichnungen führten, Verbleib, Nachkriegszeit... Das Buch umfasst 718 Seiten auf Kunstdruckpapier, über 1.200 Bilder und Dokumente, Schwarz-Weiß und in Farbe, Umschlag Hardcover, Gewicht: 3,7 kg

 

Helmuth von Pannwitz

Helmuth von Pannwitz wurde am 14. Oktober 1898 in Botzanowitz, Kreis Rosenberg/Oberschlesien, als zweiter Sohn des preußischen Oberamtsrates und Oberleutnant a.D. Wilhelm v. P. (*1854-1931), Pächter der Domäne Botzanowitz, und dessen Ehefrau Hertha (*1876-1963), geborene Retter, geboren. Das elterliche Gutshaus lag unweit des Flüßchens Lisswarthe, das hier die Grenze zwischen Preußen und dem zaristischen Rußland bildete. Dadurch ergaben sich für den jungen Pannwitz schon frühe Kontakte zu Angehörigen einer auf dem russischen Ufer Grenzwacht haltende Kosaken-Abteilung, die ihn durch ihre Reiterkunststücke nachhaltig beeindruckten.

Bereits als 12-jähriger trat v. Pannwitz im Jahre 1910 als Zögling in das niederschlesische Kadetten-haus Wahlstatt bei Liegnitz ein und wechselte von dort Ostern 1914 als Sekundaner zur Haupt-kadettenanstalt nach Lichterfelde bei Berlin. Kurz nach Ausbruch des 1. Weltkrieges im August 1914 verließ der erst 15-jährige Zögling mit zwei weiteren Kameraden - ohne Erlaubnis die Kadettenanstalt - um sich als Kriegsfreiwilliger zu den Fahnen zu melden! Auf Veranlassung seines Vaters wurde er aber nach einigen Tagen wieder nach Lichterfelde zurückgebracht und konnte froh sein, daß das Ver-lassen der Anstalt ohne Befehl ihm nicht als „Fahnenflucht“ ausgelegt wurde! Statt dessen gab es eine Woche verschärften Arrest. Das schreckte den jungen Kadetten aber nicht davon ab, nochmals aus-zureißen! 

Dieses Mal allein, und zum Erstaunen der Offiziere des (Westpreuß.) Ulanen-Regiment „Kaiser Alexander III. von Rußland“ Nr. 1 tauchte er an der Front in Frankreich auf, um Aufnahme in das Regiment zu erbitten! Da der Junge aber sein Drängen an die Front nicht aufgab, bewog der Kommandeur der Hauptkadettenanstalt schließlich selbst den Vater des Zöglings, die Zustimmung zur Freiwilligenmeldung des Sohnes zu geben. An seinem 16. Geburtstag - dem 14.10.1914 - konnte v. Pannwitz als Fahnenjunker in das Ulanenregiment „Kaiser Alexander III. v. Rußland“ in Lüben bei Liegnitz einrücken und wurde bereits am 22.3.1915 nach verhältnismäßig kurzer Frontbewährung - wegen Tapferkeit vor dem Feind - im Alter von 16 Jahren zum Leutnant befördert…….

 

Ernst Kupfer

Ernst Kupfer wurde am 2. Juli 1907 in Coburg/Oberfranken, als Sohn eines Versicherungs-Generalagenten, geboren. Kupfer besuchte das „Ernestinum“ in seiner Heimatstadt, schied aus irgendeinem Grund freiwillig vorzeitig aus der Schule aus, ging in die Banklehre, wurde arbeitslos, kehrte zur Schule zurück und baute trotz der Unterbrechung mit seinen Jahrgangskameraden 1925 das Abitur. Danach studierte er von 1926 bis 1928 fünf Semester Rechtswissenschaften in Heidel-berg, trat am 1.10.1928 bei der 5. Eskadron des 17. (Bayer.) Reit.Rgt. in Bamberg in die Reichswehr ein und wurde Soldat.

Bei den stolzen „Bamberger Reitern“ - dessen Offizierkorps fast nur Adeligen vorbehalten blieb - wurde er am 1.4.1933 zum Leutnant und am 1.12.1934 zum Oberleutnant befördert. Mit dem 31.3.1936 schied Kupfer aus dem aktiven Wehrdienst aus und wurde als Oberleutnant d.R. in das Offizierskorp des Reit.Rgt. 17 übernommen. Vom 1. Mai 1936 bis zum 3. März 1937 bereitete er sich auf die Ablegung seines juristischen Doktorexamens vor und promovierte am 4. März 1937 zum Dr. jur.. Danach war er bis zum September 1937 im Betrieb seines Schwiegervaters tätig, ließ sich aber bereits am 1.10.1937 reaktivieren und wurde als Oberleutnant zu den aktiven Truppenoffizieren des Reit.Rgt. 17 überführt und ab 12.10.1937 zum Chef der 8. (Radfahr-)Schwadron ernannt. 

Ausgelöst durch seine Frau, die Sport-Pilotin war, begeisterte sich Dr. Kupfer jedoch auch für die Fliegerei. 1938 wurde er - als Rittmeister - Taktiklehrer an einer Kriegsschule und erhielt am 30.1.1939 die Lebensrettungsmedaille am Bande.

1939 meldete er sich freiwillig zur Luftwaffe und wurde am 30.9.1939 als Hauptmann übernommen. Über die Aufklärungs-Fliegerschule Jüterbog kam Hauptmann Kupfer ab 16.6.1940 zu den Sturz-kampffliegern - das entsprach doch mehr seinem Temperament - und erhielt an der Stuka-Schule 2 seine Ausbildung zum Flugzeugführer.

Ab 31.8.1940 war er bei der Ergänzungs-Stuka-Gruppe in Lippstadt/Westfalen und am 7.9.1940 erfolgte seine Versetzung zur I. Gruppe des StG 2 „Immelmann“ an den Kanal, wo er sich an diesem Tag beim Kommandeur der Gruppe, Major Hitschhold (57. El) meldete. Hier stieg er dann durch seine Leistungen in nur drei Jahren vom „Kettenhund“ des Gruppenkommandeurs zum Geschwader-Kommodore auf, obwohl er unter den fliegenden Besatzungen einer der Ältesten war….

 

Gerhard Barkhorn

Gerhard Barkhorn wurde am 20. März 1919 in Königsberg/Ostpreußen, als eines von vier Kindern des Stadtbauinspekteurs Wilhelm B. und dessen Ehefrau Therese, geborene Mertinat, geboren. Der Vater war als Stadtbauinspekteur der Stadt Königsberg im Straßenbau tätig und verlor nach dem Ende des Ersten Weltkrieges seine Anstellung. Er war sehr naturverbunden und stets bemüht, seine Kinder in frischer Luft bei Sport und Spiel aufwachsen zu lassen.

Gerhard Barkhorn - er hatte drei Geschwister, seine Schwester Meta und die Brüder Helmut und Dieter -  besuchte von 1925 bis 1929 die Volksschule in Königs-berg, wechselte dann auf das huma-nistische Wilhelm-Gymnasium und machte im Frühjahr 1937 sein Abitur. Der weitere Weg war durch die damaligen Gesetze vorgeschrieben: Nach dem Abitur Reichsarbeitsdienst, und danach für die Jungen Wehrdienst. Nach dem Abitur meldete sich Barkhorn zum Reichsarbeitsdienst (RAD) und kam ab 1.4.1937 in die RAD-Abteilung 6/12 in Mehlkemen/Ostpreußen, wo am 30.9. 1937 seine Dienstzeit endete. Während dieser Zeit erkrankte seine Schwester Meta – die sich gerade beim weiblichen RAD befand - in einem RAD-Lager an Blinddarmentzündung, doch bis sie in der abgeschiedenen Lage in ärztliche Behandlung kam, erlitt sie einen Blinddarmdurchbruch und verstarb.

Zwischenzeitlich hatte sich Barkhorn freiwillig als Offizier-Anwärter bei der Luftwaffe gemeldet und trat am 1.11.1937 als Fahnenjunker an der Luftkriegsschule Dresden-Klotsche in die Luftwaffe ein, wo er zum Flugzeugführer ausgebildet wurde. Am 3.5.1939 erhielt er das Flugzeugführerabzeichen. Kurz darauf verpflichtete er sich auf unbegrenzte Zeit in der Wehrmacht und am 27.8.1939 endete seine Zeit an der Luftkriegsschule. Gleichzeitig damit erfolgte am 27.8.1939 – mit Wirkung v. 1.8.1939 – seine Beförderung zum Oberfähnrich und zum Leutnant.

Anschließend erfolgte ab 1.9.1939 seine Ausbildung zum Jagdflieger an der Jagdfliegerschule Schleißheim bei München. Der Krieg hatte gerade begonnen, da folgte der nächste Verlust für die Familie: sein älterer Bruder Helmut - Fahnenjunker-Feldwebel - fuhr mit seinem Wagen im Vorfeld des „Westwall“ auf eine Mine und kam dabei ums Leben….

 

Friedrich Paulus 

Friedrich Paulus wurde am 23. September 1890 in Breitenau, Kreis Melsungen/Hessen-Nassau, als Sohn eines Kreisverwaltungsinspektors, geboren. Nach dem Umzug der Familie nach Kassel schloß Paulus seine Schulzeit am dortigen Wilhelms-Gymnasium 1909 mit dem Abitur ab. Bereits als Schüler war er alles andere als ein Draufgänger, sondern las, malte und musizierte gerne. Nach dem Abitur bewarb er sich als Offizieranwärter bei der Kaiserlichen Marine, die ihn jedoch aber ablehnte, weil er den dortigen hohen Anforderungen an die körperliche Leistungsfähigkeit nicht entsprach und aus ein-er einfachen Familie stammte!

Statt dessen schrieb er sich dann an der Philipps-Universität Marburg für Rechtswissenschaften ein, brach das Studium aber bereits nach einem Semester ab und trat am 18.2.1910 als Fahnenjunker in das (3. Badische) Inf.Rgt. „Markgraf Ludwig Wilhelm“ Nr. 111 in Rastatt ein, wo er am 18.10.1910 zum Fähnrich ernannt wurde. Nach dem Besuch der Kriegsschule für Offizieranwärter in Engers im Rhein-land wurde er am 15.8.1911 – mit RDA v. 20.8.1909 – zum Leutnant befördert.

Danach diente Leutnant Paulus als Zugführer in der 7. Kompanie des Regiments. Am 4. Juli 1912 heiratete er die rumänische Adlige Constance Elena Rosetti-Solescu - deren beide Brüder im selben Regiment dienten wie Paulus – und aus der Ehe gingen drei Kinder hervor: Olga (*1914-2003) und die Zwillinge Friedrich (*11.4.1918. Gefallen am 29.2.1944 als Hauptmann bei Anzio – Nettuno/ Italien) und Ernst-Alexander (Verstorben 1970). Ab 1913 diente Leutnant Paulus als Adjutant des III. Bataillons. Nach dem Kriegsausbruch und der Verlegung seines Regiments nach Freiburg im Breis-gau am 6. August 1914, wurde seine Einheit wenig später an der Westfront eingesetzt.

Das Inf.Rgt. 111 wurde zunächst zur Unterstützung der deutschen Truppen eingesetzt, die unmittelbar nach Kriegsbeginn durch das französische Heer auf das rechte Rheinufer zurückgeworfen worden waren. Das französische Heer hatte durch die Vogesen vorstoßend Mülhausen erreicht und einen großen Teil des Oberelsaß besetzt. Die Kämpfe um die Rückeroberung begannen am 9. August 1914 und am 13. August wurde Belfort von deutschen Truppen besetzt. Zwei Tage später wurde das Inf.Rgt. 111 nach Straßburg transportiert. Bei Saarburg erlitt das Regiment - bei wiederholten Sturm-angriffen gegen französische Stellungen - schwere Verluste, konnte aber abschließend die Verfolgung der flüchtenden Franzosen aufnehmen. Mitte September 1914 wurde das Inf.Rgt. 111 in die Region zwischen Nancy und Metz verlegt, von wo aus es zwischen den französischen Festungen Toul und Verdun nach Westen vorstoßen sollte. Doch der Durchbruch mißlang.

Am 8. Oktober 1914, mittlerweile im Einsatz zwischen Lille und Arras, zwang ihn eine schwere Erkrankung sich krank zu melden. Nach längerer Krankheit kehrte Leutnant Paulus dann erst im Som-mer 1915 wieder an die Front zurück und wurde als Ordonnanzoffizier beim Regimentsstab des Jäger-regiment 2 eingesetzt…..

 

Willibald Borowietz

Willibald Borowietz wurde am 17. September 1893 in Ratibor/Oberschlesien, als Sohn des Oberzahl-meisters Christian B., geboren. Nach Ablegung der Reifeprüfung am Realgymnasium in Eulenburg trat Borowietz am 5.3.1914 als Fahnenjunker in die 4. Kompanie des (3. Schlesischen) Inf.Rgt. Nr. 156 in Beuthen ein. Nach dem Beginn des Ersten Weltkrieges im August 1914 verlegte das Regiment an die Westfront und bereits am 22. August wurde er bei Cutry-Ugny - im Department Meurthe-et-Mosellé - leichtverwundet und wurde in ein Lazarett nach Mannheim gebracht.

Wenige Tage später - am 1. September - kehrte Borowietz zum Regiment an die Front zurück und wurde dann bereits am 10. September bei Saint-André erneut verwundet, doch diesmal schwer! Dabei verlor er das rechte Auge, kam in ein Lazarett nach Breslau und wurde dort am 2.10.1914 zum Fähn-rich befördert. Am 6.10.1914 erhielt er auch das EK II und wurde mit dem Verwundetenabzeichen in Schwarz ausgezeichnet.

Nach seiner Genesung fuhr er zur Kur nach Bad Landeck, kam ab 15.12.1914 zum Ersatz-Bataillon des Regiments und wurde zum 30.12.1914 zur 2. Ersatz-MG-Kompanie des VI. Armeekorps in Breslau versetzt. Dort erfolgte am 22.1.1915 - mit Patent v. 23.7.1913 – auch seine Beförderung zum Leutnant.

Bereits am 30.1.1915 wurde Leutnant Borowietz in die MG-Kompanie des Reserve-Inf.Rgt. 271 ver-setzt, ab 1.6. zum Kompanieführer ernannt und erhielt am 25.6. 1915 das EK I. Danach erhielt er auch Urlaub und kehrte am 18. August zum Regiment an die Front zurück, wo er am 2. September am rechten Auge erkrankte. Daraufhin erhielt er eine neue Augenprothese und wurde vom 17. bis 25. März 1916 nach Breslau beurlaubt und kehrte am 27. März wieder zum Regiment an die Front zurück….

Nach einigen weiteren Dienststellungen im Regimentsstab und als Adjutant des II. Bataillons - am 18.10.1918 erfolgte seine Beförderung zum Oberleutnant - kam er ab 29. Oktober 1918 aufgrund einer erneuten Erkrankung am rechten Auge ins Reserve-Lazarett in Wiesbaden. Aus dem Lazarett Wiesbaden wurde Oberleutnant Borowietz in eines der Hilfslazarette in Wittenberg verlegt, wo er - in der kurzen Zeit die er dort verbrachte - Fräulein Eva Ledien (*25.9.1896 als Eva Levin. Der Name „Levin“ wurde 1914 in „Ledien“ geändert) kennenlernte, die er später heiratete…

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